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Ford Explorer - Alleskönner für Feinschmecker
Er kann alles: 200 KM/H fahren, verschneite Steigungen hinaufkraxeln, Familien samt umfangreichem Kampfgepäck in die Alpen befördern und auch mit lässigen Brabbeln über die Alleen moderner Großstädte cruisen.
Und das alles zu einem Preis, bei dem manch ein schlechter motorisierter, bedeutend schlechter ausgestatteter Mitbewerber erblassen muss.
Spezielles Augenmerk sollte dem zweiten, Facegelifteten Modell gelten. Während der erste, bis 94 erhältliche Explorer mit 165PS noch zuschaltbaren Allradantrieb mit sich herumschleppen musste, hat das Folgemodell, das zunächst 156, dann 204 bzw. 207 PS bei jeweils 4000 Kubik aufzuweisen hatte, permanenten Allradantrieb.  Darüber hinaus glänzen die meisten Explorer mit unanfechtbarer Komplett-Ausstattung: Leder, Klima, etc. sind hier im Regelfalle an Bord – Automatik ist ab dem Facegelifteten Modell ebenfalls Serie – die hierfür verwendete Lenkradschaltung kann man als gewöhnungsbedürftig bezeichnen.
Ansonsten gilt: ob 156 oder über 200 PS – mit seinem satte 4 Liter großen 6 Zylinder ist der Explorer stets Herr der Lage und kann keinesfalls als untermotorisiert wahrgenommen werden. Modelle bis 1998 sind bei 179 KM/H gedrosselt, spätere laufen nahezu 200 – für einen Wagen dieser Statur ein spektakulärer wert, der zudem in kommoden Sesseln ohne Angstgefühle erlebt wird.
Wer nicht ständig den Kickdown verwendet kommt zudem mit 13 – 14 Litern hin – der Ford Explorer ist somit entschieden sparsamer als etwa ein vergleichbarer Grand Cherokee und gilt zudem in allen Belangen als ein wenig robuster und unanfälliger, was vermutlich der Grund dafür war, dass der Explorer in den USA das Segment dieser Wagen über Jahre schier unangefochten beherrschte.
Auch in der Versicherungseinstufung schneidet der Ford Explorer ein wenig besser, als Bösewichter in der Art von Pajero und Patrol, denen er in milderem Gelände locker das Wasser reichen kann.
 Meiden sollte der Interessent Exemplare, die einst einen US-Brief hatten und über Soldaten oder freie Importeure ins Land kamen – die haben häufig abweichende Spezifikationen und fahren dann beispielsweise auf Reifen, die nur Spezialhändler zu entsprechenden Preisen feilbieten.
Preise
Gute Exemplare mit Laufleistungen um 100.000, die die Großserientechnik locker wegsteckt, findet man ab etwa 7.000€ - Spitzenexemplare werden derzeit ab ~12.000€ gehandelt
Worauf sollte man achten?
Der Explorer kann dank seiner US-Großserientechnik als unanfällig eingestuft werden – die Piloten verirren sich zudem nur sehr sehr selten einmal in eine Kiesgrube – die meisten Explorer bekommen nie etwas anderes als Teer unter die Räder. Anfällig sind eigentlich nur Bremsen und Auspuff – jedoch nicht in kritischem Masse – und in Einzelfällen die Lenkgetriebe, die beim Rangieren im Stand dann jedoch unüberhörbar auf sich aufmerksam machen.
Lebenserwartung
Hoch – der Motor macht ganz ohne Murren 250.000 – schon aufgrund seiner geringen Belastung. Der Rest ist amerikanische Großserienroutine – die Innenraumhaptik nimmt mit den Jahren stark ab – die wirklich wichtigen Funktionen werden mit den Jahren etwas lauter, bleiben aber erhalten.
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