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Jeep Cherokee - Kantig, knackig, praktisch
Wer sich nach einem günstigen Einsteiger-Jeep umschaut, landet im Regelfalle bei den üblichen Verdächtigen wie etwa Suzuki SJ oder Vitara – und lässt dabei häufig den amerikanischen Jeep Cherokee ausser Acht.
Dabei spricht gerade für diesen Wagen als Einstiegs-Jeep eine ganze Menge.
Einerseits ist der Wagen günstig zu haben, günstiger als mancher vergleichbarer Japaner. Darüber hinaus ist die Mechanik ebenso überschaubar wie haltbar. Selbiges gilt für weite Teile der Karosserie – und zwar nicht nur im Bereich der Haltbarkeit: Die kantige Konstruktion macht den Wagen sehr übersichtlich, die hohe aber nicht ZU hohe Sitzposition macht den Wagen zu einem der besten Allrader für die Stadt und verleiht einem das in-abrahams-shoß-gefühl, das viele Leute bei einem Jeep suchen und in der zu großen Höhe dann eher gegen ein Schwindelgefühl eintauschen.
 Gemessen an einem Mittelklasse-Kombis ist der Jeep zudem eher kompakt, ohne dabei bedeutend weniger Platz zu bieten.
US-typisch ist die Ausstattung komplett – die meisten Jeeps weisen sowohl Leder als auch Klimaanlage auf – selbst in den unteren Preissegmenten.
Speziell die Klimaanlage sollte man jedoch beim Kauf in jedem Falle testen – Undichtigkeiten, Schimmel, Moder und Rost sind hier nicht selten.
Wie auch für den Grand Cherokee gilt für den Cherokee, dass darüber hinaus lieber mal eine billige Tankstelle angesteuert werden sollte – die Motoren brauchen fraglos mehr Sprit als die europäischen oder japanischen, haben dafür jedoch uch die nötige Power, um den Cherokee in jeder Lebenslage das nötige Leben einzuhauchen – um 180PS sind beim 4 Liter-Modell stets mit an Bord – dass die mit 13 – 20 Litern gefüttert werden wollen, ist soweit klar – günstige Anschafungspreise machen das zum Teil wieder wett – auch die Versicherungseinstufung ist überschaubarer als bei manch einem Mitbewerber.
Anders als manch ein hart gefederter Einstiegsallrader vom Schlage eines älteren Vitara oder zu kleinen Terios ist der Cherokee zudem überuas geeignet, auch längere Strecken mit reichlich Gepäck zu bewältigen – ruhig auf der Autobahn bewegt sogar mit 12 Litern.
Überaus hervorragend dabei: auf der Strasse fährt sich so ein Jeep bedeutend berechenbarer als ein SJ 413 zum gleichen Preis – auf Schnee ist er einer der besseren Geländewagen – schon allein, weil er nicht soviel Speck um die Hüften hat, wie die meisten Mitbewerber, die 180PS auf die Achsen bringen können. Worauf muss man beim Kauf achten?
Rost ist beim Cherokee ein Thema, jedoch begrenzt und eher an den Kanten. Die Klimaanlage zickt gerne, modert bei den Jahrgängen vor 94 gerne einmal vor sich hin. Vorsicht bei Exemplaren, die länger beim Händler gestanden haben, speziell über den Winter. Modelle vor 93 neigen zu Problemen mit der Zentralverriegelung. Im Großen und ganzen ist der Rest des Cherokee stressfrei, die Ersatzteile günstig – schlimm ist bei den Exemplaren vor 95 zum Teil die Elektrik – flackert auch nur eine der zahlreichen Kontaktlampen bei der Probefahrt, zuckt der Tacho oder sind gar einzelne Lämpchen komplett ausgefallen, der eine oder andere Schalter nicht beleuchtet, dann gilt: FINGER WEG!

Preise
Ernstzunehmende Exemplare beginnen bei rund 2.000€, haben dann runde 200.000 auf der Uhr und Mängel, die den Wagen im Alltag nicht beeinträchtigen. Die guten Exemplare starten bei 3.500 mit neuem TÜV und AU. Aufgrund der hohen Langstreckentauglichkeit findet man auch jüngere Exemplare, die durchaus 250.000 und mehr auf der Uhr haben – die können aufgrund der besseren mechanischen Haltbarkeit eine Überlegung wert sein. Der Diesel ist überteuert und von schlimmer Geräuschkulisse geprägt, ohne nennenswerte Vorteile bei den Unterhaltskosten zu bringen.
Lebenserwartung
…hängt hier sehr stark von der Nutzung ab. Die Exemplare mit Automatik halten mühelos ihre 200.000, gerne auch mehr, solange sie vorzugsweise auf Landstrassen und Autobahnen bewegt werden, wovon bei hohen Laufleistungen auszugehen ist.
Gelände in größeren Dosen verkraftet das Fahrwerk nur bedingt.
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