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Suzuki Jimny
Als Ende der 90er auch der letzte merkte, dass der Samurai nur aufgejazzter Suzuki SJ war und somit wirklich im Kern derart veraltet war, dass vor allem sein Komfort und sein Fahrverhalten der Kernzielgruppe nicht mehr zuzumuten waren, zauberte Suzuki den Jimny aus dem Hut.
Der unterscheidet sich auf den ersten Blick nur wenig vom Samurai, auf den zweiten schon mehr, auf den dritten dann doch nicht genug…
Auf den ersten Blick sind Form, Proportion und grundsätzliches Größenmuster kaum verändert worden.
Auf den zweiten Blick stellt man viel Feinschliff fest – das Cockpit lässt sich jetzt beinahe als solches bezeichnen – Airbags bekommt man auch, die Sitze verdienen den Namen – und die Federung federt tatsächlich die eine oder andere Unebenheit weg, wenn es sein muss. Und das alles zu einem nach wie vor fairen Preis.
 Auf den dritten Blick jedoch muss man dann leider herausfinden, dass die Geländegängigkeit zwar erhalten geblieben ist, die lackierten Stossausfnahmen rundum einem den Ausflug mit dem Jimny in die Kiesgrube jedoch sehr übel nehmen und der Allradantrieb leider nach wie vor nur zuschaltbar ist – zwar bis immerhin satte 100 KM/H – dennoch bleibt diese Technologie allenfalls eine Notlösung, eine besser Anfahrhilfe und mehr nicht.
Eine permanente Traktionshilfe jedoch wäre ziemlich genau das, was der ansonsten heckgetriebene Wagen drigend benötigen würde – Heckantrieb, kurzer Radstand und Fahrzeughöhe, beziehungsweise Schwerpunkt gehen hier eine unheilige Gemeinschaft ein, die den Wagen speziell auf Nässe nicht zu einem vertrauenswürdigen Begleiter macht.
Schade, denn sonst macht der Suzuki Jimny durchaus Spass,läuft sogar echte 155 – jedoch nur unter ohrenbetäubendem Lärm. Wer einen kleinen Geländewagen sucht und auf Kult-Status verzichten kann, ist mit dem Daihatsu Terios entschieden besser bedient.
Worauf muss man beim Kauf achten?
Fahrer des Suzuki Jimny sind in der Regel Anfänger im Allrad-Bereich – daher wollen auch sie leider immer ein erstes Mal ins Gelände. Ein Jimny gehört daher vor dem Kauf immer auf die Hebebühne. Mechnanisch ist der Jimny prinzipiell solide, Rost ist hier kein Thema mehr. Das Getriebe sollte im kalten Zustand nicht hakelig sein, die Vorderachse sollte während der Probefahrt im kalten und warmen Zustand zu- und abgeschaltet werden.
Preise
Gescheite Jimnys des ersten Baujahres bekommt man schon unter 6000€, der Schwerpunkt im Preisgefüge liegt bei rund 7-8.000€. Aber Achtung: In südliche Ländern ist der Wagen so günstig, dass man grau importierte EU-Exemplare ab etwa 10.000 bekommt – da lohnt sich die Überlegung, gleich einen neuen zu kaufen.
Lebenserwartung
Der kleine hochtourige Motor hält zwar lange, wird aber, wie alle Suzuki-Motoren bei hohen Laufleistungen schlapp. Der Rest ist routinierte Hausmannskost, die man im Ernstfall sehr günstig ersetzen kann.
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